LTE
Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G) mit schnellem mobilem Internet – Vorläufer von 5G.
Was LTE ist
LTE steht für „Long Term Evolution" und bezeichnet den Mobilfunkstandard der vierten Generation, kurz 4G. Mit seiner Einführung Anfang der 2010er-Jahre brachte LTE deutlich höhere Datenraten und eine spürbar geringere Latenz als die Vorgängerstandards, sodass mobiles Internet erstmals in einer Qualität verfügbar wurde, die alltagstaugliches Surfen, Streaming und Cloud-Nutzung unterwegs erlaubte. LTE ist damit der direkte Vorläufer von 5G und löste seinerseits die langsameren 3G-Netze ab.
Technisch überträgt LTE Daten vollständig paketbasiert über das Internetprotokoll. Geräte verbinden sich über eine SIM-Karte oder eine eSIM mit der nächstgelegenen Funkzelle eines Mobilfunk-Anbieters. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit hängt von Faktoren wie Netzausbau, Entfernung zum Sendemast und Auslastung der Zelle ab und liegt in der Praxis oft im Bereich mehrerer Dutzend bis über hundert Megabit pro Sekunde.
Der Sprung von 3G auf LTE war mehr als eine reine Geschwindigkeitssteigerung. Mit der niedrigeren Latenz wurden Anwendungen praktikabel, die zuvor unter merklichen Verzögerungen litten – etwa Videotelefonie oder der flüssige Zugriff auf Online-Dienste. Die Weiterentwicklung LTE-Advanced bündelt zudem mehrere Frequenzbereiche und steigert so die nutzbare Bandbreite noch einmal deutlich. Für den Alltag heißt das: LTE liefert in gut ausgebauten Gebieten eine Verbindung, die sich von einem festen Anschluss kaum unterscheidet.
Wie LTE im Unternehmen eingesetzt wird
Für Unternehmen ist LTE weit mehr als die Internetverbindung auf dem Firmenhandy. Es ist eine flexible, schnell verfügbare Anbindung, die ohne Tiefbau und Kabelverlegung auskommt. Das macht LTE besonders wertvoll für mobiles Arbeiten, für die Anbindung temporärer Standorte wie Baustellen oder Veranstaltungsorte und für Geräte, die ohnehin nur mobil betrieben werden. Über einen Mobilfunkvertrag mit ausreichendem Datenvolumen lassen sich Mitarbeiter unterwegs zuverlässig in die Firmenprozesse einbinden.
Eine besonders wichtige Rolle spielt LTE in Fallback-Konzepten. Fällt die kabelgebundene Hauptleitung aus, kann eine LTE- oder 5G-Fallback-Verbindung automatisch übernehmen und so die Erreichbarkeit sichern. Auch wenn 5G inzwischen verfügbar ist, bleibt LTE die flächendeckende Grundlage des mobilen Internets in Deutschland – die 5G-Versorgung baut häufig auf bestehender LTE-Infrastruktur auf, und in vielen Gebieten ist LTE schlicht das, was zuverlässig verfügbar ist.
Auch über das Smartphone hinaus findet LTE breite Verwendung. Router mit LTE-Modul versorgen ganze Standorte mit Internet, etwa wenn ein Glasfaser-Anschluss noch nicht verfügbar ist oder als Übergangslösung während einer Bauphase dient. In Kombination mit einer eSIM oder einer klassischen SIM-Karte lassen sich solche Anbindungen flexibel und ohne langwierige Installation aufbauen. Damit wird LTE zu einem vielseitigen Werkzeug, das weit über die reine Mobiltelefonie hinausreicht.
Warum LTE für den Mittelstand relevant bleibt
Während die öffentliche Aufmerksamkeit längst auf 5G liegt, deckt LTE den Bedarf vieler Unternehmen vollkommen aus. Für E-Mail, Videocalls, den Zugriff auf cloudbasierte Anwendungen und die mobile Telefonie reicht die LTE-Bandbreite in aller Regel problemlos. Bei der Auswahl von Geräten und Tarifen kommt es daher weniger auf das Schlagwort an als auf die reale Versorgung am jeweiligen Einsatzort und ein passendes Datenvolumen.
Im Rahmen eines durchdachten Business-Mobilfunkkonzepts gehört LTE deshalb fest zur Planung. Entscheidend sind die richtige Netzwahl, sinnvolle Wahloptionen beim Datenvolumen und – bei Auslandseinsätzen – transparente Konditionen beim Roaming. Wer hier nicht zu teuren Standardtarifen greift, sondern Konditionen verhandelt, spart über die Vertragslaufzeit oft spürbar.
Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit der mobilen Anbindung. Wenn Mitarbeiter über LTE auf Firmendaten zugreifen, sollte die Verbindung über eine VPN-Lösung abgesichert sein, damit sensible Informationen nicht ungeschützt über fremde Netze laufen. In Kombination mit einem Mobile Device Management lassen sich Diensthandys zentral verwalten und im Verlustfall sperren. So wird aus der praktischen mobilen Erreichbarkeit eine, die auch den Sicherheitsanforderungen eines professionellen Betriebs genügt.
Auch die Tarifstruktur verdient Aufmerksamkeit. Mit gepoolten Datenvolumen, bei denen sich mehrere Mitarbeiter ein gemeinsames Kontingent teilen, lassen sich Kosten oft deutlich senken, weil ungenutztes Volumen nicht verfällt, sondern anderen zugutekommt. Ein durchdachtes Business-Mobilfunkkonzept berücksichtigt solche Optionen ebenso wie die Frage, welche Geräte mit welchen Vertragsmodellen kombiniert werden. Aus vielen kleinen Stellschrauben entsteht so ein Gesamtbild, das sowohl die Erreichbarkeit als auch die Wirtschaftlichkeit im Blick behält.
Netzneutrale Mobilfunkberatung
Welcher Standard und welches Netz für ein Unternehmen optimal sind, lässt sich nur unabhängig von Anbieterinteressen ehrlich beurteilen. Bei ITTK vergleichen wir herstellerneutral die Netzabdeckung der verschiedenen Anbieter und richten Mobilfunklösungen so aus, dass sie zur tatsächlichen Nutzung und zu den Standorten passen – statt zur höchsten Provision.
Gerade im Großraum Düsseldorf und in NRW ist die LTE-Versorgung gut ausgebaut, unterscheidet sich aber je nach Netz und Lage durchaus. Wir helfen unseren Kunden, genau das Netz und den Tarif zu wählen, der vor Ort, im Homeoffice und unterwegs verlässlich funktioniert – und prüfen, wo LTE als günstige Rückfallebene für die Festnetzanbindung dienen kann.
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